Paradigmen

Ökonomische Forschung im deutschsprachigen Raum

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Um einen Überblick über die ökonomische Forschung in Deutschland zu erhalten wird ein bibliometrische Datensatz analysiert. Ein besonderes Augenmerk wird hierbei auf Forschung mit Bezug auf die Krise 2008 sowie auf jüngere Generationen gelegt.

Ergebnisse

Wie auf globaler Ebene ist auch in Deutschland die Ökonomik stark auf wenige Artikel, Journale, AutorInnen, Institutionen und Paradigmen fokussiert. Weiters zeigen sich auch in Deutschland klare Unterschiede in der Heterodoxen und Mainstreamökonomie. Zugleich kann ein zunehmendes Forschungsinteresse in auf ökonomische Krisen wahrgenommen werden.

Quellen

Dieses Arbeitspaket analysiert rund 450.000 Artikel die zwischen 1956 und 2016 in einem peer-reviewed Journal publiziert wurden und in der der Research Area ‚Economics‘ von Thompson Reuters Web of Science gelistet sind. Der gesamte Datensatz umfasst weiters, 417 Journale, rund 3.5 Millionen Zitationen und wurde mithilfe des Heterodox Directories um die M-H Differenzierung erweitert.

Methode

Im Sinne der kognitiven Bibliometrie werden Zitationsflüsse mithilfe der Sozialen Netzwerkanalyse sowie Abstrakt und Keyword Daten mithilfe quantitativer Diskursanalyse untersucht. Weiters werden die Ergebnisse geographisch zugeordnet und untersucht.

Heterodoxe Ökonomie im deutschsprachigen Raum: Institutionen im Vergleich

Ein Blick auf die Institutionelle Verteilung der Heterodoxie im deutschsprachigen Raum, zeigt, dass Heterodoxe ÖkonomInnen vor allem an kleiner Universitäten angesiedelt ist.

Weiters zeigt sich ein starker Zusammenhang zwischen der Anzahl Heterodoxer Publikationen, Referenzen sowie Zitationen.

Konzentration in der Ökonomie Global und im deutschsprachigen Raum

Die Ökonomie global, sowie im deutschsprachigen Raum ist stark konzentriert.

  • Ein Drittel aller Artikel erhält keine Zitationen und der Gini beträgt 0.72. Nord Amerika zählt die hälfte aller Artikel und ¾ aller Zitationen.
  • Zwanzig Institutionen erhalten 42% aller Zitationen, während 28% aller Zitationen zu den fünf wichtigsten Journalen gehen.
  • Nur 100 Autoren erhalten 15% aller Zitationen. Zugleich sind nur 8% aller Artikel in und gehen 3% aller Zitationen an heterodoxe Journale.

Veröffentlichungen

  • Aigner, E., M. Aistleitner, F. Glötzl, and J. Kapeller. 2018. The Focus of Academic Economics: Before and after the Crisis. Linz. Retrieved January 31, 2018 (pdf)
  • Glötzl, F. and E. Aigner. 2017. Six Dimensions of Concentration in Economics: Scientometric Evidence from a Large-Scale Data Set. Vienna. Retrieved January 31, 2018.


Konferenzpräsentation

  • Aigner, Ernest, Glötzl, Florentin. 2017. Six Dimensions of Concentration in Economics. Winter Workshop der Nationaökonomischen Gesellschaft Österreich, Wien, Österreich, 19.12-21.12.
  • Aigner, Ernest. 2017. Six dimensions of concentration in economics: evidence from a large-scale data set. European Association for Evolutionary Political Economy, Budapest, Ungarn, 19.10-21.10.
  • Aigner, Ernest, Theine, Hendrik, Humer, Stefan. 2017. Inequality and economics– an analysis of Piketty Capital and its impact on the economic discipline. 29th Annual Conference of the European Association for Evolutionary Political Economy, Budapest, Ungarn, 19.10.-21.10.
  • Aigner, Ernest, Glötzl, Florentin. 2016. The evolution of the discourse in economics: A citation network approach. YSI Plenary: Piecing Together a Paradigm, Budapest, Ungarn, 19.10-22.10.


Kontakte

Ernest Aigner, MSc.

Universitätsassistent am Institute for Ecological Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU)

Florentin Glötzl, PhD

Universitätsassistent am Institute for Ecological Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU)