Zukunft

Vergangenheit und Zukunft der Ökonomik

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Diese Arbeitspaket fasst die Ergebnisse von Arbeitspaket 1-4 zusammen um Rückschlüsse auf die Zukünftige Entwicklung der Ökonomik in Deutschland zu schließen.

Netzwerke

Junge Professor_innen in Deutschland arbeiten zunehmend im Forschungsfeld der Mikroökonomie, stehen dem Mainstream näher und weisen kaum mehr einen ordoliberalen Bezug auf. Stellt man diese Entwicklungsverläufe nun jenen in den USA gegenüber, so offenbaren sich viele Gemeinsamkeiten, zu denen neben einem neoklassischen Monismus und einer mikroökonomischen Forschungsausrichtung, auch ein zunehmender Frauenanteil zu zählen ist.

Attitüden

Die Entwicklung der Wahrnehmungsmuster spiegeln den Aufstieg empirischer und experimenteller Forschung auf Kosten theoretischer und konzeptioneller Forschung wieder. Zugleich zeigt sich, dass dies nicht zu einer Überwindung der theoretischen Annahmen: Knappheit, methodologischen Individualismus sowie mathematischen Methoden führt. Dieser Aufstiegs der empirischen Forschung mit den Annahmen der Mainstreamökonomik treibt die Marginalisierung heterodoxer Strömungen in jüngeren Generationen von ÖkonomInnen weiter voran.

Kohorten in der deutschen Ökonomik

Der Anteil an Mainstreamökonom_innen ist im Zeitverlauf steigend. Setzt sich dieser Trend weiter fort, könnte dies im Laufe der nächsten Jahre zur Auflösung der Konfrontation zwischen Mainstream und Heterodoxie im Sinne eines Aussterbens heterodoxer Ansätze führen.
Während jüngere Professor_innen sich also überwiegend mit mikroökonomischen Fragstellungen (neoklassischer Prägung) beschäftigen, findet der Ordoliberalismus beinahe ausschließlich bei älteren Ökonom_innen Zustimmung.
Grundsätzlich weist die Kohorte der älteren Professor_innen einen etwas höheren Krisenbezug auf als die jüngere Kohorte.
In Bezug auf die Entwicklung des Geschlechterverhältnisses ist schließlich zu konstatieren, dass der Anteil an weiblich besetzten Lehrstühlen im Bereich der Ökonomie zunimmt.

Kohorten in der Deutschen (links) und US-amerikanischen (rechts) Ökonomie.

Ältere theoretische Akademiker und junge empirische Professionalsten

Der Aufstiegs der empirischen Forschung mit den Annahmen der Mainstreamökonomik treibt die Marginalisierung heterodoxer Strömungen in jüngeren Generationen von ÖkonomInnen weiter voran. Dies Zeit sich im Vergleich des akademischen Alters der beiden Faktoren, mit deren Anteil an heterodoxen Publikationen.

Durchschnittsalter Anteil Heterodoxer Publikationen
The Professionals 2000 0.4%
The Academics 1994 16%


Der Fokus auf die Krise junger und älterer ÖkonomInnen



Kontakte

Dr. Jakob Kapeller

Leiter des Instituts für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (ICAE) sowie Assistent am Institut für Philosophie und Wissenschaftstheorie an der Johannes Kepler Universität Linz.

Dr. Stephan Pühringer

Post-Doc am Institut für die Gesamtanalyse der Wirtschaft (ICAE) der Johannes Kepler Universität Linz

Ernest Aigner, MSc.

Universitätsassistent am Institute for Ecological Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU)

Mag. Katarzyna Gruszka MA

wissenschaftliche Projektmitarbeiterin am Institute for Ecological Economics an der Wirtschaftsuniversität Wien (WU)